Der Kampf Microsoft's, Kunden zu halten, dauert nun schon mehrere Jahre - und ist sicher noch lange nicht vorbei. Eine von Microsoft mitfinanzierte Firma veröffentlichte heuer eine Studie, die nach einigen "Nachbearbeitungen" belegen sollte, das M$ Windows sicherer im Vergleich zu Linux ist, ein besseres Update-Service besitzt, und auch bei großen Firmen günstiger als Linux ist.
Wer dies glaubt, ist meiner Meinung selber schuld. Seit einiger Zeit gibt es z.B. eine komplette Website von Novell, die ein wenig mehr Licht in die Linux - Windows Unterschiede bringt, und hier sieht man, das die Studie von Microsoft nicht so ganz der Wahrheit entsprechen kann.
Gestern wurde außerdem bekannt, daß Lockheed Martin Space Systems für ihre neue Luftraum-Überwachung auch ein Linux einsetzt, da nur dieses in der Lage war, auch die extremsten Software-Tests ohne Fehler zu bestehen (Hier der Artikel von /.).
Auch die Idee von Microsoft, das neue Microsoft Office XML-Format-Schema zu veröffentlichen, ist ein wenig spät gekommen. Es gibt schon ein offenes Office XML-Format von oasis-Standarts (teilweise auch von Microsoft unterstützt!!), welches sogar seit 30.9.05 auf seine ISO-Zertifizierung wartet, da wäre es doch netter zu sagen: Unser nächstes Microsoft Office wird den Oasis-Standart unterstützen 
Und wenn jemand noch mehr über Microsoft wissen will, hier ist eine nette Buchbeschreibung des Buches "Just say no to Microsoft" zu lesen - sehr informativ, kann ich nur sagen }:)
Mein Fazit: Wenn ein PC nur alle 2-3 Tage oder seltener benutzt wird, kaum am Internet angeschlossen ist, dann ist es ziemlich egal, ob man Windows oder anderes verwendet. Wenn man den PC nur zum Spielen verwendet, sollte man sich eventuell den Kauf einer Konsole überlegen *fg* - und falls beides nicht zutrifft, viele Spiele laufen auch recht gut unter Linux, und spezielle Windows-Software kann noch immer mittels Qemu oder wine relativ leicht unter Linux verwendet werden.
Kommentare
windows vs linux
hallo zusammen, wieder mal so ein polemischer beitrag, der linux in den himmel hebt und windows (unberechtigter weise) schlecht macht, dabei aber leider total an der professionellen sache vorbeigeht. ich bin beruflich systembetreuer und verwalte ein relativ kleines netzwerk mit 8 hardware-servern, auf denen unter vm-ware esx-server insgesamt ca. 25 virtuelle windows2003server laufen. darunter ein paar terminalserver, datenbankserver, etc. etwa 150 clients (thinclients am terminalserver, fat-clients, z.t. grafik-workstations). ich habe mir vor einigen jahren mal die mühe gemacht und mir, zusammen mit einem distributor (ibm-hardware) ausgerechnet, was mich ein kompletter umstieg auf linux kosten würde. fazit: da zieht's einem die schuhe aus... es mag ja noch sein, das die reinen lizenzkosten etwas günstiger sind als bei microsoft, aber - versucht mal ein vom oracle-support unterstütztes datenbanksystem auf einer suse-10-maschine zu installieren!!! das ist nicht, dazu braucht man - kaum bekannt - eine enterprise-version des lieben pinguins, und die kostet. dann kommen die bei microsoft vorhandenen schnittstellen zu bei uns im haus eingesetzten spezial-programmen; diese sind bei linux einfach nicht vorhanden und müssten einzeln programmiert werden. also lieber beim standard bleiben, das macht letztlich weniger arbeit und weniger kosten. als nächstes verursacht der umstieg auf linux jede menge schulungskosten; kaum einer der mitarbeiter weiss wie er mit linux umzugehen hat. ich kann mich in diesem zusammenhang an den umstiegswillen der landeshauptstadt münchen von windows auf linux erinnern; der stadtrat wollte das so haben. die geschätzten kosten gingen damals in 2stellige millionen. man hört auch seltsamerweise nichts mehr davon. keine einzige mitteilung wie weit man damit ist. ich weis aus insider-kreisen, dass da probleme ohne ende auftauchen. zum thema sicherheit, denke ich braucht man nicht allzuviel sagen. wer glaubt linux sei sicherer als windows, glaubt auch boing sei sicherer als airbus oder umgekehrt. linux ist beim momentanen verbreitungsgrad für hacker und kollegen nicht so interessant, da die auswirkungen eben nicht so breit einschlagen. man soll sich nur mal die aktuellen hinweise auf sicherheitsmängel beim firefox durchlesen. muss man aber auch machen und nicht weglesen, wenn's für den linux-fan unangenehm wird. mein resumee ist folgendes: beide betriebssystem haben sowohl ihre schwächen als auch ihre stärken und auch ihre berechtigung. die pauschale aussage, linux wäre günstiger als windows, mag evtl. für den einzelnen heimanwender stimmen, bestimmt relativiert sich das aber bei steigenden client-zahlen. für heimanwender ist windows das einfacher zu handelnde betriebssystem, vor allem, wenn man sich möglichst wenig um das betriebssystem kümmern möchte sondern das augenmerk auf seine programme legt. linux und spiele ist in aller regel wie feuer und wasser. und sehr viele anwenderprogramme - z.b. videoschnittsoftware - sind für linux nur sehr eingeschränkt vorhanden. für mich führt im moment kein weg an microsoft und windows vorbei. das heisst nicht, dass ich uneingeschränkt alles gut und in ordnung finde was ms da so treibt, aber nach abwägung aller fakten ist das trotzdem das wirtschaftlichere system. gruß axel
Kosten
Ich bin Linux Administrator und hab schon größere Netzwerke und Enterprise Lösungen von "Winzigweich" auseinandergerissen . Wenn man nun hier an die Standards hält wird es auch Kostengünstiger .Wer Spezielle Lösungen braucht um irgendwelche Anbindungen haben zu wollen musst auch bei Enterprise Lösungen Tief in die Tasche greifen. Um mal ein Beispiel zu nennen. Vor nicht allzulanger Zeit (2010) ab ich ein Komplettes Netzwerk in einem Haus ( 400 Clients , 10 Server, 3 Haupserver) komplett auf Linux umgestellt. Wenn man eine Eingabemaske für eine MYSQL Datenbank haben will so ist das selbst mit einfachen Mitteln in wenigen Tagen erledigt. Entsprechende Adapter um Microsoft Mülldaten von Microsoft Datenbanken auf MYSQL zu portieren ,dafür gibts genügend Adapter die frei zugänglich sind . Bei Oracle gibt es auch hier gute Adapter die kostenlos und frei für entsprechende Datenbanken zu haben sind . Ausserdem Netzwerkinstallationen sind sehr schnell als Images auf die Arbeitsplätze zu portieren ( Image auf PC überspielen und einrichten). Die Gesamte Umstellung hat den Kunden für 3 Monate 250.000 Euro gekostet (Rollout , 10 Leute Inkl. umschulung und Anweisung an das Personal). Davor hatte er 4 Jahre für sein Windoof /Enterprise Lösung pro Jahr 600.000 Euro abgedrückt . Heute gibt es 2 Angestellte im Hause mehr ,alle Windows Admins wurden entlassen das Netzwerk läuft sauber Ticket System wurde eingeführt und wenn die Leute probleme haben schreiben die einfach ein Ticket an den Help Desk. Die Kollegen kümmern sich dann um das Problem. Ich war im Dezember 2010 kurz da und hab mir mal angesehen inwiefern die da aktiv sind und welche Probleme da vorhanden sind. In 3 Monaten sind ganze 20 Tickets wegen Probleme eingegangen ,meist Anwenderfehler (alle wurden gelöst). Aus dem Archiv hab ich mal hervorgekramt wieviele es bei der Windowslösung war. Satte 800 im gleichen Zeitraum wovon 50 nicht erledigt waren !. Wenn man die Kosten gegenrechnet so hat der Kunde allein in einem Jahr schon die Kosten drinne und Spart Jahr für Jahr die Lizenzkosten für den Müll den Microsoft verzapft hat . Daher bin ich auch der gleichen Meinung wie viele Linux User. Weg von Microsoft hin zu Linux !.
Auch ich hasse Betriebsysteme die nur so vor fehlern Strotzen( siehe Windoof!!!) !.
kann nur zustimmen
Mein 5 Jahre alter Blogeintrag hat noch immer "Recht"
Als kleiner Einzelunternehmer bin ich fast froh, das nicht alle meine Kunden auf Linux wechseln - bei Windowsnutzern gibt es immer mehr Probleme als bei Linuxnutzern - selbst wenn die Windowsnutzer viel mehr Erfahrung mit ihren Programmen haben, und der Vergleichs-Linux-User ein kompletter Neuling ist...
Website, MicroBlog, Jabber:
$insert_title
Also hier will doch keiner Microsoft(r) Windows(tm) schlecht machen. Das tut das Produkt von alleine *duck*. Erstens mal sehe ich nicht wo die Kosten beim umstieg auf Linux(legally free to copy, redistribute and modify) liegen?? Als nächstes ist es ja schon lächerlich hier SuSe zu erwähnen
. Jeder mit ein bisschen Intelligenz verwendet ne andere distro. Und wenn man eine enterprise version braucht, dann zähl doch mal auf was die hat! Mit ein bisschen zeit(davon haben sysadmins ja genug) kann man sich den sourcecode von den einzelnen Applikationen holen und selber kompilieren(is ja nich closed-source wie bei den meisten Windows(tm) Programmen). Als nächstes ist Linux gerade bei den hackern beliebt, denn es ist ne Herausforderung, nich so wie bei Windows(tm), denn mit dem hacken von dem beschäftigen sich scriptkiddies. Noch was: wenn du schon firefox in sachen sicherheitslücke anführst, dann sieh doch mal nach was über die sicherheit vom InternetExplorer nach, und firefox ist beileibe nicht der einzige browser unter linux xD. Bei einer sache gebe ich dir recht: Beide Systeme haben ihre stärken und schwächen, nur dass es bei Windows(tm) etwas an stärken mangelt. Zitat: [z.b. videoschnittsoftware - sind für linux nur sehr eingeschränkt vorhanden.] -- Tja, shcon mal was von cinelerra gehört? Das ist ne videoschnitt software die etwas professioneller ist. Windows mag für dich wirtschaftlicher sein, ich frag mich nur wieso die ganzen sicherheitsorganisationen wie cia, fbi und nsa eher auf linux setzen^^ oder auch andere unix-klone wie OpenBSD(der code von OpenBSD z.B. ist nur auf security ausgelegt, nicht lokal, jedoch im netz).
Website, MicroBlog, Jabber:
ich wollte Windows nicht generell schlecht machen...
Hi Axel, danke für deinen Kommentar - Ich wollte nicht Windows generell schlecht machen, meine aber, das Windows sicher nicht die ultimative "ist-besser-als-alles-andere" Lösung ist. Wenn ich in deiner Situation wäre, würd ich auch nie auf Linux umsteigen, ich selbst verwende auch Windows 2000, um zum Beispiel Programme für Microprozessoren (derzeit vor allem Microchip Pic18) zu entwickeln und debuggen (unter Linux zwar auch möglich, aber wie *fg*). Hacker probiern übrigens auch stark Linux-Server hacken, wenn ich in meine Logfiles einiger Webserver schaue - ohne Updates vom Apachen u.ä. würden dort schon sicher ein paar nette Programme laufen, von denen ich nichts weiß
(Wie du sicher weißt, werden die meißten Websites auf Apache/Linux-Servern gehostet, siehe auch hier).
Für KMU's, vor allem die kleineren, sind Linux-Server auch meißt sinnvoller, meißt reichen MySql/Samba Dienste, ein nettes Openoffice 2.0 auf die Clients, und welches OS dann auf denen läuft, ist ziemlich egal. Selbst in einem Frisörladen, wo nur 1 PC steht, kann Linux von Vorteil sein - das "jedes-Jahr-neu-installiern" entfällt endlich :D (ich habe da gerade einen speziellen Fall, nur Kunden-DB und Musik/mp3 wird benötigt, und das Windows wird durch die Angestellten und deren "Ideen" oft beleidigt ist)
Suse ist übrigens eine Distribution, die ich überhaupt nicht leiden kann, weder OpenSuse noch das professionelle - ich verwende vor allem Gentoo, eine Distribution, wo der Quellcode jeder Anwendung extra für den jeweiligen PC/Cpu kompiliert wird, doch diese Distro ist sicher nichts für Linux-Anfänger. (gute Übersicht von Linux Distributionen findet man hier)
Deine Meinung, daß bei steigenden Client-Zahlen Microsoft günstiger wird, finde ich auch ein wenig engstirnig - warum wechseln manche Weltkonzerne von Windows 2000 zu Windows XP ? Die Mitarbeiterumschulungen sind zu kostenintensiv, auch bei Windows, und warte mal, wie lang es dauern wird, bis Windows Vista das Standart-Windows wird. Bei Linux kann man sich als Firma für einen Desktopmanager entscheiden, und diesen dann auch bei neueren Linuxversionen verwenden.
Zum Thema Sicherheitslücken sag ich nur noch secunia.com ... und ich lese keine Sicherheitslücke weg, und beachte auch die "time-to-fix" Zeiten
Die Aktion München=>Linux ist leider unausgereift, wenn du aber nach Südamerika schaust, wirst du sehen, dass die meißten Regierungen dort nur Linux einsetzen, und seit Wienux ist auch im deutschsprachigen Raum eine geniale Umsetzung zu finden. Eventuell hätte mich München fragen sollen, wie das geht *LOL*
Linux und Spiele wie Feuer und Wasser ? Ich spiele Enemy Territory mit Teamspeak und Neverwinter Nights regelmässig, unter Linux erreiche ich nie so hohe CPU-Lasten wie unter Windows, aber es stimmt - viele Spieleentwickler setzen auf nur-Windows-Spiele (übrigens: auf meiner Sony PSP laufen die Spiele noch viel besser als wie auf Windows)
Mfg
Website, MicroBlog, Jabber:
... und seit gut einem Jahr
bin ich nun komplett auf Linux umgestiegen - nur noch auf Kundenrechnern und bei Freunden/Bekannten seh ich ein Microsoft-Logo
Website, MicroBlog, Jabber: